Wenn der erste Spargel auf dem Markt liegt, ist der Frühling plötzlich ganz nah. Und genau dann passt ein Spargelrisotto mit Ofen-Kirschtomaten perfekt auf den Tisch. Es ist cremig, frisch und hat diesen feinen Geschmack, bei dem man nach dem ersten Bissen kurz innehält.
Das Schöne daran: Dieses Gericht wirkt edel, ist aber gar nicht schwierig. Mit ein paar einfachen Handgriffen holen Sie aus grünem Spargel, Reis und Tomaten sehr viel Aroma heraus. Und genau das macht dieses Frühlingsrezept so besonders.
Warum dieses Risotto so gut schmeckt
Die Idee ist einfach, aber klug. Sie kochen den Spargel nicht nur für das Risotto, sondern nutzen auch die holzigen Enden für den Fond. Genau dort steckt viel Geschmack drin. So wird die Brühe kräftiger, ohne dass Sie extra viel Aufwand haben.
Dazu kommen Ofen-Kirschtomaten, die langsam schmoren. Sie werden weich, leicht süß und fast ein wenig marmeladig. Dieser Kontrast macht das Gericht spannend. Cremiges Risotto trifft auf süße Tomaten und zarten Spargel.
Die Zutaten für 2 bis 3 Portionen
Für das Risotto brauchen Sie:
- 300 g grünen Spargel
- 1 Liter Wasser
- 1 TL Salz für das Kochwasser
- 2 Schalotten
- 1 Knoblauchzehe
- 2 EL Olivenöl
- 250 g Risottoreis
- 100 ml trockenen Weißwein
- ca. 700 bis 900 ml Spargelfond
- 30 g Butter
- 40 g frisch geriebenen Käse, zum Beispiel Parmesan
- etwas Salz und Pfeffer
Für die Kirschtomaten brauchen Sie:
- 300 g Kirschtomaten
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Zweig Thymian
- 1 Zweig Rosmarin
- 1 EL Olivenöl
- grobes Meersalz
So bereiten Sie den Spargel richtig vor
Brechen Sie beim grünen Spargel das untere Viertel einfach ab. Das geht oft ganz natürlich an der Stelle, wo der Spargel holzig wird. Die harten Stücke müssen nicht in den Müll. Sie geben später dem Kochwasser extra Geschmack.
Kochen Sie nun den Spargel und die holzigen Stücke in 1 Liter leicht gesalzenem Wasser bissfest. Danach den Spargel sofort in kaltem Wasser abschrecken. So bleibt er schön grün und frisch. Die zarten Spargelspitzen und die weichen Stücke legen Sie beiseite. Die holzigen Enden brauchen Sie für den Fond nicht mehr.
Die Ofen-Kirschtomaten machen den Unterschied
Während der Spargel gart, können Sie die Tomaten vorbereiten. Ritzen Sie jede Kirschtomate mit der Messerspitze leicht ein. Das klingt unscheinbar, hilft aber sehr. So platzen sie später im Ofen nicht unkontrolliert auf und geben ihr Aroma langsam ab.
Geben Sie die Tomaten in eine kleine Auflaufform. Dazu kommen die angedrückten Knoblauchzehen, Thymian, Rosmarin, Olivenöl und etwas grobes Meersalz. Dann alles bei 135 Grad Umluft für etwa 40 Minuten backen. Die Tomaten sollen weich werden und leicht zusammenfallen. Genau dann sind sie perfekt.
Das Risotto Schritt für Schritt
Schälen Sie zuerst die Schalotten und schneiden Sie sie fein. Hacken Sie auch den Knoblauch klein. Erhitzen Sie dann 2 EL Olivenöl in einem breiten Topf. Schalotten und Knoblauch darin glasig anschwitzen, aber nicht bräunen. Das ist wichtig, denn sonst wird der Geschmack schnell bitter.
Jetzt kommt der Reis dazu. Rühren Sie ihn kurz mit an, bis er leicht glänzt. Dann mit 100 ml Weißwein ablöschen. Der Wein muss fast ganz einkochen. Erst dann beginnt das eigentliche Risotto-Spiel. Geben Sie nun nach und nach den heißen Spargelfond dazu und rühren Sie immer wieder um.
Das klingt vielleicht nach Arbeit. Aber genau dadurch wird das Risotto cremig. Der Reis gibt Stärke ab, und die Flüssigkeit verbindet sich mit Butter und Käse zu einer samtigen Masse. Gießen Sie den Fond immer erst dann nach, wenn der Reis die vorige Menge fast aufgenommen hat.
Wann ist das Risotto fertig
Ein gutes Risotto ist nie trocken und nie breiig. Es soll cremig sein und trotzdem noch leichten Biss haben. Probieren Sie den Reis gegen Ende immer wieder. Nach etwa 18 bis 20 Minuten ist er oft genau richtig.
Dann rühren Sie Butter und den geriebenen Käse unter. Jetzt auch den vorbereiteten Spargel dazugeben. Nur noch vorsichtig salzen und eventuell etwas pfeffern. Wenn Sie möchten, können Sie einen kleinen Spritzer Zitronensaft ergänzen. Das macht alles noch frischer.
So servieren Sie das Gericht besonders schön
Verteilen Sie das Risotto auf tiefen Tellern. Geben Sie die Ofen-Kirschtomaten samt dem aromatischen Öl darüber. Das sieht nicht nur schön aus. Es bringt auch noch mehr Geschmack auf den Teller.
Wenn Sie mögen, streuen Sie zum Schluss etwas frisch geriebenen Käse darüber. Dazu passt ein grüner Salat oder einfach ein Stück Brot. Mehr braucht es oft gar nicht. Gerade bei diesem aromatischen Spargelrisotto zählt die Ruhe auf dem Teller.
Praktische Tipps für noch mehr Aroma
Verwenden Sie einen trockenen Weißwein, den Sie auch trinken würden. Das ist kein Muss, aber es macht einen Unterschied. Ein zu süßer Wein nimmt dem Risotto schnell die Frische.
Rühren Sie mit einem Holzlöffel. Das ist altmodisch, ja. Aber es fühlt sich bei Risotto einfach richtig an und schont den Reis. Und wenn Sie den Spargelfond selbst mit den holzigen Enden ziehen, schmeckt das Gericht deutlich runder.
Falls Sie das Risotto etwas leichter mögen, nehmen Sie etwas weniger Butter und Käse. Der Geschmack bleibt trotzdem gut. Die Ofentomaten bringen genug Tiefe mit, damit das Gericht nicht langweilig wirkt.
Warum sich das Kochen lohnt
Dieses Rezept ist mehr als nur ein Saisongericht. Es zeigt, wie aus wenigen Zutaten etwas Besonderes entsteht. Aus Spargel, Reis und Tomaten wird ein Teller, der nach Frühling schmeckt und trotzdem satt macht.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum man dieses Gericht immer wieder kocht. Es fühlt sich vertraut an und überrascht trotzdem. Ein bisschen wie der erste wirklich warme Tag des Jahres.







Vielen Dank für die ausführliche Erklärung.
Ich habe das erste mal Spargelrisotto gemacht,
und dank Ihrem Rezept hat es fürs erste mal Ganz gut geklappt.
Ich übe weiter, die Spargelsaison hat ja erst angefangen.